Elektromobilität im Vormarsch

Gegenüber jeder Aktion steht eine Reaktion. Das sagte bereits Sir Isaac Newton – und gilt heute noch. Zum Beispiel in Bezug auf die zunehmende Einbindung der Elektromobilität in die Netze. Die dafür erforderliche Ladeinfrastruktur hat Auswirkungen auf die Verteilnetze. Und das wiederum stellt eine Herausforderung für den Netzbetrieb dar. Doch nicht nur Netzbetreiber und Stadtwerke, auch Arealnetzbetreiber müssen mit den Auswirkungen der Elektromobilität umgehen können. Die Aufgaben sind verschieden, doch die Ziele sind klar und für alle gleich: Systemstabilität, Sicherheit, (Kosten-)Effizienz stehen klar im Vordergrund.

Ihre Vorteile auf einen Blick

    • Optimierung der Kosten
    • Einhaltung der vorgegebene Bezugsleistung
    • Kontrolle der Ladevorgänge
    • Intelligente Steuerung des Ladeprozesses
    • Messen der Strom und Leistungsflüssen
    • Lastflussüberwachung zur Verhinderung von Netzengpässen und -überlastungen
    • Alarmierung bei Störung
    • Optional: Einbindung in ACOS NMS- Störungs- und Instandhaltungsmanagement

      Gesamtkonzept und Funktionalität

      Sie können die Lösung der IDS in allen Bereichen einsetzen.

      Ob als eigenständiges, abgeschlossenes Gesamtsystem für einen Betreiber (z.B. Betriebshof) an einem Standort oder als getrennte Systeme an unterschiedlichen Standorten (HIGH-LEIT beim Netzbetreiber, Backendsystem beim Ladeinfrastrukturbetreiber) – Setzen Sie HIGH-LEIT und Backendsystem dort ein, wo Sie es benötigen.

      Das Backendsystem tauscht mit dem IDS-Netzleitsystem HIGH-LEIT Informationen aus und ermöglicht so in der Kombination ein netzverträgliches Management der Ladepunkte.

      Ladeinfrastrukturmanagement

      Das Ladeinfrastrukturanagement erfasst kontinuierlich die physikalischen Messgrößen durch geeignete Messeinrichtungen (Fernwirktechnik, Schutztechnik) an den relevanten Punkten und überträgt diese an das Netzleitsystem HIGH-LEIT.
      Dort findet eine Bewertung der vorgegebenen Höchstleistung sowie der zulässigen Leistungswerte der installierten Betriebsmittel (Kabel, Transformatoren) statt.

      Erkennt das Lastmanagement eine Überschreitung zulässiger Grenzwerte an einem beliebigen Punkt im Netz, erfolgt

      • eine Weiterleitung dieser Information an das Backendsystem,
      • sowie eine Information über diesen Zustand an die Netz-Betriebsführung.

      Es wird eine Reduzierung der maximalen Ladeleistung um einen vorgegebenen Wert veranlasst. Dort erfolgt eine erneute Bewertung der Lastverhältnisse im Netz auf Basis der neuen Situation.

      Netzmanagement

      Zur Bedienung und Visualisierung wird ein Bildschirmarbeitsplatz eingerichtet. Dieser ist im Regelfall in der Schaltanlage lokalisiert, kann jedoch auch über Terminaldienste (Option) auf Büroarbeitsplatzen angezeigt werden.

      Die Überwachung des Netzes sowie der installierten Betriebsmittel erfolgt über individuell erstellte und auf die Anforderungen angepasste Bilder, in denen neben der schematischen Netzdarstellung auch der Schaltzustand aller Primärschaltgeräte (Leistungsschalter, Trenner, Erder, ..) sowie die zugehörigen Messwerte anzeigt werden. Die Steuerung von Primärschaltgeräten erfolgt über Dialogboxen direkt in der Bildschirmoberfläche.

      Private Ladepunkte und Ladesäulen auf halb-öffentlichen Plätzen

      Um vorausschauend eine zukunftsfähige Ladeinfrastruktur aufzubauen und dabei gleichzeitig Systemstabilität sicherzustellen, werden intelligente Systeme benötigt. Diese müssen den Netzbetrieb – trotz der komplexen Aufgabenstellung – durch Automatisierung entlasten.

      Mit dem IDS-Steuergerät ACOS 730 und dem HIGH-LEIT Einspeisemanagement lassen sich bestehende Netze fit für den Aufbau von Ladeinfrastrukturen machen.

      Schon bald wird es Lade-Stoßzeiten geben und folglich auch zu Engpässen kommen. Mit unserem Leitsystem und unseren Steuergeräten lassen sich drohende Netzengpässe vorhersehen und der Netzbetreiber kann gezielt eingreifen, um diese zu verhindern.

      Neue Fragen

      Für den Betrieb Ihrer Ladeinfrastruktur beziehen Sie Strom in der Regel aus Ihrem vorgelagerten Mittelspannungs-Verteilnetz - sprich: Von Ihrem öffentlichen Energieversorger. Dieser gibt dabei eine maximale Übergabeleistung vor. Daraus ergeben sich folgende Aufgaben für Sie:

      • Verteilung der Leistung/ Überwachung der Lastverhältnisse:
        Die aktuelle Ladeleistung aller Ladepunkte darf die maximale Übergabeleistung am Einspeisepunkt zu keinem Zeitpunkt überschreiten.
        Dies zu gewährleisten kann schwierig sein. Dabei hilft Ihnen ein automatisiertes Lastmanagement.
      • Betriebstechnische Überwachung und Leistungsverteilung:
        Vermeiden Sie punktuelle Überlastungen von Betriebsmitteln, wie Kabel und Transformatoren.
      • Als quasi "eigenständiger" Netzbetreiber Ihres Arealnetzes übernehmen Sie zudem die Verantwortung für
        • die Sicherheit der Personen und Anlagen
        • sowie für die Verfügbarkeit und
        • die Netzstabilität.

      Einfache Antworten:

      • Wo ist ein Ladepunkt und wird er gerade genutzt?
        Auf einer geografischen Karte sehen Sie alle Ladepunkte der netz- und betriebsbedingten Verfügbarkeit (über ein Ampelschema). Auch erfasst HIGH-LEIT iNLM notwendige Informationen wie Status und Ladestrom des Ladepunktes.
      • Kann ich noch laden oder habe ich meine maximale Summenleistung schon erreicht?
        HIGH-LEIT iNLM erfasst Lastflüsse und aggregiert sie auf den Netzübergabepunkt. Es meldet eine drohende Überschreitung. Würde durch einen weiteren Ladevorgang die vereinbarte Anschlussleistung überschritten, so wird der Ladewunsch abgewiesen, oder es werden proaktiv andere Ladepunkte in der Ladeleistung reduziert.
      • Was mache ich bei einem Netzengpass?
        Kommt es zu lokalen Netzengpässen, so bereinigt unsere Komplettlösung diese automatisch durch eine Einsenkung der Ladeleistung und meldet es Ihnen.
      • Wie ist der Betriebszustand meines Netzes und meiner Anlagen?
        Egal ob Schaltgerät, Schutzeinrichtung oder Ladeinfrastruktur - HIGH-LEIT iNLM überwacht Ihre Betriebsmittel, informiert Sie bei Problemen und unterstützt Sie bei der Störungsbehebung. Fehler im Netz werden beispielsweise durch Schutzgeräte erkannt und abgeschaltet. Durch die integrierten Steuermöglichkeiten in HIGH LEIT iNLM kann eine Fernsteuerung zur schnellstmöglichen Wiederversorgung erfolgen.
      • Wie rechne ich eine Ladung eines Busses ab?
        HIGH-LEIT iNLM erfasst die einzelnen Ladevorgänge und hilft Ihnen bei der Abrechnung gegenüber dem Ladepunktnutzer bzw. der kostenstellenbezogenen Bewertung.
      • Wann muss ich meine Ladesäulen warten?
        Optional bieten wir Ihnen die Möglichkeit, einzelne oder alle Anlagen und Betriebsmittel zu digitalisieren und in unser Asset Management ACOS NMS einzubinden. Dies erleichtert Ihnen unter anderem die Instandhaltungsplanung, -durchführung und -dokumentation.

      IDS-Produkte im Einsatz

      Für ein intelligentes Netz- und Ladeinfrastrukturmanagement bieten die Firmen IDS GmbH und GÖRLITZ AG als Teil von VIVAVIS unter anderem folgende Expertensysteme:

      Weitere Informationen

      Flyer und Broschüren