Abstimmungskaskade und Einspeisemanagement

Die operative und informatorische Kaskade - auch bekannt als Anwendungsregel VDE-AR-N 4140 - muss bis Februar 2019 von jedem Netzbetreiber umgesetzt werden. Doch was bedeutet das?

Um Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bei der Sicherstellung der Systemstabilität zu unterstützen, werden Verteilnetzbetreiber (VNB) über das EnWG in die Systemverantwortung mit einbezogen. Für die Umsetzung der Vorgaben müssen aktuelle Einspeise- und Verbrauchsleistungen aller steuerbaren Erzeuger und Lasten erfasst werden. Die IDS GmbH kann sämtliche Komponenten für das Einspeisemanagement und die Umsetzung der Kaskade für Sie bereitstellen.

Ihre Vorteile auf einen Blick

    • Zeitersparnis und Einhaltung von zeitlichen Vorgaben
    • Diskriminierungsfreie Anlagenauswahl
    • Vermeidung von Fehlern bei der Übertragung von Daten
    • Auch in unbesetzten Leitstellen möglich, das bedeutet mehr Flexibilität

      Systemstabilität sicherstellen: Verteilnetzbetreiber sind in der Pflicht

      Um Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bei der Sicherstellung der Systemstabilität zu unterstützen, werden Verteilnetzbetreiber (VNB) über das EnWG in die Verantwortung miteinbezogen. Unabhängig vom ÜNB, kann auch ein VNB bei erkannten Problemen im eigenen Verteilnetz unterlagerte VNB’s anweisen. Schließlich spielt sich die Energiewende im Wesentlichen in den Verteilernetzen ab. Den rechtlichen Rahmen zur Bewältigung von kritischen Netzsituationen bildet § 14.1c (Verpflichtung zur Subsidiarität) in Verbindung mit § 13.2 EnWG (Anpassungsmaßnahmen).

      Der dazu von BDEW/VKU publizierte Leitfaden wurde weiter präzisiert und ist mit der Beschreibung der operativen und informatorischen Kaskade in Form der Anwendungsregel VDE-AR-N 4140 seit Februar 2017 in Kraft getreten. Sie muss bis spätestens Februar 2019 von jedem Netzbetreiber umgesetzt sein.

      Das bedeutet für den Verteilnetzbetreiber:

      • Der Übertragungs- bzw. überlagerte Netzbetreiber kann Anpassungsmaßnahmen an unterlagerte Netzbetreiber anweisen. Der angeforderte Netzbetreiber ist zur Umsetzung verpflichtet und kann bei Nichterfüllung für Folgekosten in Regress genommen werden.
      • Der VNB kann bei Problemen im eigenen Netz ebenfalls Anpassungsmaßnahmen durchführen.
      • VNBs können ggf. auch unterlagerte Netzbetreiber in Maßnahmen mit einbeziehen.
      • Eine Maßnahme ist innerhalb einer vorgegebenen Zeit umzusetzen (12 Minuten bzw.18 Minuten über drei Ebenen).
      • Die Maßnahmenübergabe erfolgt in einheitlicher Form.
      • Zwischen den Netzbetreibern erfolgt ein Austausch von Betriebs- und Stammdaten.

      Eine Gesamtlösung der IDS-Gruppe - auf allen Ebenen (Praxisbeispiel)

      Die IDS-Gruppe bietet Ihnen alles, was Sie für die Umsetzung der Kaskade benötigen. Das macht die Umsetzung besonders einfach und überschaubar. Dazu ein Beispiel aus der Praxis:

      Der vorgelagerte Netzbetreiber bekommt aufgrund hoher Einspeisung einen Netzengpass und stößt die operative Kaskade an. Auf Grund der Daten der unterlagerten Netzbetreiber weiß er, wer den Netzengpass verursacht und übergibt seine Maßnahmen direkt an das Netzführungssystem (HIGH-LEIT und HIGH-LEIT Einspeisemanagement) des Netzbetreibers. Die Maßnahme erscheint dort in der Maßnahmenliste.

      Ohne HIGH-LEIT Einspeisemanagement: Maßnahmen per E-Mail und Telefon kommunizieren, manuell im System erstellen

      Im Leitsystem öffnet der Netzbetreiber das Modul HIGH-LEIT Einspeisemanagement – auch dort sind bereits alle Informationen verfügbar. Das System sucht diskriminierungsfrei und gemäß definierter Auswahlregeln Anlagen und Rangfolgen aus, die ausgeschaltet werden sollen und benachrichtigt die Anlagenbetreiber per E-Mail. Mit einem Klick wird die Maßnahme gestartet und läuft automatisch durch. Bei nicht erreichbaren Anlagen oder Fehlern wird automatisch nachgesteuert. 

      Ohne HIGH-LEIT Einspeisemanagement: manuelle Auswahl und Abschaltung der Anlagen, manuelle Benachrichtigung der Anlagenbetreiber, manuelle Dokumentation der Prozessschritte

      HIGH-LEIT EEM sendet die Meldung über die durchgeführte Maßnahme automatisch an den vorgelagerten Netzbetreiber und dokumentiert diese.

      Ohne HIGH-LEIT Einspeisemanagement: Formular ausdrucken, ausfüllen, einscannen, per E-Mail versenden, Erstellung der Dokumentation

      IDS-Produkte im Einsatz

      Eine Gesamtlösung der IDS-Gruppe

      Um die Vorgaben des überlagerten Netzbetreibers umzusetzen, müssen aktuelle Einspeise- und Verbrauchsleistungen aller steuerbaren Erzeuger und Lasten erfasst werden.

      ❶ Das IDS-Netzleitsystem HIGH-LEIT stellt dafür die benötigte, erweiterte Netzberechnung zur Verfügung.

      ❷ Die (teil-)automatisierte Umsetzung der einzelnen Maßnahmen der Kaskade erfolgt über HIGH-LEIT Einspeisemanagement

      ❸ Mit der ACOS 7 Serie verfügen wir über sichere und skalierbare Fernwirktechnik für die Steuerung Ihrer Anlagen.

      ❹ Das IDS-Fernwirkgerät ACOS 730 erfüllt schon heute die Anforderungen an die künftige Steuerbox, um Erzeuger und Lasten in der NS zu steuern.

      ❺ Der CLS-Operator ermöglicht den Zugang zu den am intelligenten Messsystem (iMysy) angeschlossenen Erzeugern und Verbrauchern.

      ❻ Die Zugriffsrechte für die Erzeuger und Verbraucher bezieht der VNB über den Gateway-Administrator IDSpecto.SMGw-A der GÖRLITZ AG, einem Unternehmen der IDS-Gruppe.

      ❼Auch für die Betriebsdaten- und Maßnahmenübergabe an überlagerte, bzw. unterlagerte Netzbetreiber haben wir die passende Lösung für Sie parat.