Der CLS-Operator für die digitalisierte Energiewende

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verfolgt den Ansatz eines gesamtwirtschaftlich sinnvollen Rollouts intelligenter Messsysteme (iMSys) ab 1. Januar 2017. Damit rücken die Bereiche Netzbetrieb (IDS GmbH) und Messstellenbetrieb (GÖRLITZ AG) weiter zusammen. Die IDS-Gruppe hat bereits viele der für den Rollout notwendigen Geschäftsprozesse auf den Weg gebracht, um Sie bei der Umsetzung bestmöglich zu unterstützen. Im Hinblick auf die Positionierung im Markt den Einsatz neuer Technologien müssen sie nun strategisch wichtige Vorkehrungen treffen. Diese Entscheidungen werden die künftige geschäftliche Ausrichtung maßgeblich beeinflussen.

Ihre Vorteile der IDS-Gruppe auf einen Blick

  • Lösungen für den Messstellenbetrieb (GÖRLITZ AG) und den Netzbetrieb (IDS GmbH): aus einer Hand
  • Lösungen für die IT-Sicherheit (übergreifend)
  • Großes Know-how in allen Bereichen durch unternehmensübergreifende Strategie sowie durch die Mitarbeit in relevanten Gremien und aktuellen Forschungsprojekten
  • Weniger Synchronisationsaufgaben und Mehraufwand durch integrierten, übergreifenden Lösungsansatz

Portfolio der IDS GmbH

Die IDS GmbH bringt umfangreiche Erfahrung und Produkte aus dem Bereich des Netzbetriebes ein. In Bezug auf die Digitalisierung der Energiewende kommen vor allem das Netzleitsystem HIGH-LEIT und im Zusammenhang mit dem EEG-Einspeisemanagement ACOS EEM zum Tragen. Für das CLS-Management sind bereits die Weichen gestellt worden. Hier werden die kryptografischen Aufgaben mit identischer Technologie zur Görlitz AG gelöst. Dieses gemeinsame Vorgehen trägt erneut zu einer Reduktion der Komplexität bei.

Die IDS GmbH bietet innerhalb des Netzbetriebes folgende Lösungen für die Digitalisierung der Energiewende an:

  • Updatefähiges Netzleitsystem HIGH-LEIT
  • Erweiterte Steuerbox ACOS 730 für Anlagen >100 kW
  • Lösungen für das Netzstabilitätsmanagement (Einspeisemanagement, Lastabwurf usw.)  mit ACOS EEM
  • CLS-Operator

Portfolio der GÖRLITZ AG

Die GÖRLITZ AG ist Experte in Sachen Messstellenbetrieb und bietet mit den Produkten IDSpecto.DAYOS und IDSpecto.GWA maßgeschneiderte Lösungen für die Installation und den Betrieb von intelligenten Messsystemen. Die unterschiedlichen Anwendungsbereiche der Softwarepakete reflektieren die – durch das BSI definierte – Trennung zwischen der Anwendung (Administration der SMGW) und der Kryptografie/IT-Sicherheit. Beiden Systemen ist die einheitliche Verwendung der notwendigen Crypto-Technologie gemein. Die Einführung der Systeme wird dadurch erheblich vereinfacht.

Die GÖRLITZ AG bietet innerhalb des Netzbetriebes folgende Lösungen für die Digitalisierung der Energiewende an:

  • Lösung für die SMGW-Administration (IDSpecto.GWA)
  • MDM-System (IDSpecto.DAYOS)
  • Steuerbox nach Vorgaben des FNN
  • SMGW
  • CLS-Operator

Produkte der IDS-Gruppe im Einsatz

CLS-Management / CLS-Operator

Die Steuerungsaufgaben der Schaltbox für schaltbare Lasten, EEG-Einspeiser, e-Mobilität und für weitere energiewirtschaftliche Funktionen (z.B. HT/NT-Umschaltung) bedürfen mehr als nur einer einfachen Logik zur Protokollanpassung. Der CLS-Operator stellt als Eingangsschnittstelle verschiedene Services für den energiewirtschaftlichen Markt bereit und erfüllt technische Funktionen in der Kommunikation mit der Steuerbox. Als Beispiele seien genannt:

  • Direkte Steuerbefehle (z.B. Netzampel ist rot)
  • Konfigurationen (z.B. HT/NT-Schaltzeiten)
  • Verwaltungsaufgaben (z.B. Zertifikats-Management der Steuerbox)
  • Priorisierungen (z.B. Netz hat Vorrang vor Markt) und weitere Aufgaben

Die intelligente Ausgestaltung dieses Systems ist eine der wesentlichen Herausforderungen bei der Zusammenführung von Netz und Metering.

Smart Meter Gateway (SMGW)

Das SMGW ist die künftige Kommunikationseinheit in der Kundenanlage. Darüber werden alle abrechnungsrelevanten Daten erfasst und gemäß den Vorgaben des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende für die Berechtigten bereitgestellt. Zusätzlich ist die kommunikative Anbindung der Steuerbox über das SMGW vorgeschrieben. Das bedeutet: Jede Steuerungsaufgabe muss über das SMGW abgewickelt werden. Messdaten zur Netzdienlichkeit können vom SMGW bereit gestellt werden.

Steuerbox

Die Steuerbox ist zukünftig mehr als nur Ersatz eines klassischen Rundsteuerempfängers. Die steigende Komplexität der Systemlandschaft spiegelt sich in den weit gefächerten Anforderungen an eine Steuerbox wieder. In Bezug auf:

  • Sicherheit der bidirektionalen Kommunikation
  • Schalten
  • Anbindung von Feldbus-Systemen
  • Systemische Dienste
  • Zusätzliche Grundfunktionen und Erweiterungen

Neben den reinen Schaltaufgaben sind diverse weitere Funktionen für den zukunftssicheren Einbau und Betrieb einer Steuerbox schon jetzt unabdingbar.

Wichtig zu erwähnen: Je nach Anlagengröße sind die Anforderungen an solch eine Steuerbox unterschiedlich. Die IDS-Gruppe bietet aus diesem Grund künftig Steuerboxen sowohl für große Anlagen (<100kW) als auch für kleinere Anlagen (6.000-10.000kWh/a) an.

Zähler bzw. moderne Messeinrichtung (mME)

Der Zähler ist und bleibt das Gerät mit dem die Abrechnungswerte gemäß den gesetzlichen Vorschriften gemessen und dem SMGW zur Verfügung gestellt werden. Neu an der mME sind die Anforderungen in Bezug auf die sichere Anbindung an ein SMGW und die Informationsbereitstellung für den Letztverbraucher über das Display. Gerade hierzu gab es in den letzten Monaten noch rege Diskussionen in den Gremien. Der verpflichtende Einbau von mMEs beginnt am 1. Januar 2017.

Administration des SMGW

Es wird fortan eine Rolle geben, welche die SMGW aus der Ferne administriert. Der Zugriff auf die Gateways muss dezentral organisiert werden, um Sicherheit zu gewährleisten. Diese neue technische Funktion, der sogenannte Gateway-Administrator unterliegt in seiner Ausprägung diversen Anforderungen an die informatorische Sicherheit. Hierzu hat das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) im Zusammenhang mit den Sicherheitsanforderungen an das SMGW verschiedene bindende, technische Richtlinien erstellt.

Meter-Data-Management (MDM)

Die Bereitstellung von aufbereiteten Daten (entschlüsselt, verifiziert, aggregiert) zur Abrechnung übernimmt weiterhin ein MDM-System. Diese vielfach vorhandenen Systeme müssen im Hinblick auf die geforderte Sicherheitsstruktur des iMSys und auf die Massentauglichkeit von zukünftigen Datenmengen angepasst werden. Besonders wichtig hierbei istsind der Wechsel der technischen Sichtweise bei „Altsystemen“ hin zur prozessoptimierten Sichtweise im Betrieb des Massengeschäfts und die Integration der Kryptografie/IT-Sicherheit.

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

Das Gesetz verfolgt den Ansatz eines gesamtwirtschaftlich sinnvollen Rollouts intelligenter Messsysteme (iMSys) ab 1. Januar 2017. Damit rücken die Bereiche Netzbetrieb (IDS GmbH) und Messstellenbetrieb (GÖRLITZ AG) weiter zusammen.

Um neue Anlagen wie gefordert steuern zu können, benötigen Versorgungsunternehmen neue Technologien und eine veränderte IKT-Infrastruktur. Altanlagen und -steuerungen genießen vorerst Bestandsschutz.

  • Für Betreiber einer Erzeugungseinrichtung bedeutet das:
    Die Stromzähler dürfen aus der Ferne nur noch über das Smart Meter Gateway (SMGW) zur Abrechnung abgelesen werden. Sind diese Anlagen größer als 7kW, dürfen sie nicht mehr über die Fernwirktechnik gesteuert werden, sondern nur noch über das intelligente Messsystem mittels Steuerbox.
  • Für Netzbetreiber bedeutet das:
    Sie dürfen im Hinblick auf die Erzeugung nur noch über das SMGW Einfluss nehmen (Erzeugung managen). Über die CLS-(Controllable-Local-System-) Schnittstelle des SMGW werden die Steuerboxen angeschlossen. Rückschlüsse auf den Netzzustand (Netzdienlichkeit) werden über das SMGW bereitgestellt.
  • Für Messstellenbetreiber bedeutet das:
    Sie werden fortan Informationen über das SMGW ablesen müssen (z.B. für Rechnungen).